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The Administrative Procedures Act (APA) requires state agencies to adopt rules of procedure in rulemaking, contested cases and other proceedings. The APA also directs the Attorney General to prepare Model Rules of procedure for state agencies. Art. 36 S. 2 GO; Art. 49 GO bei Beratung, Abstimmung; Art. 38 KWBG bei Art. 37 GO Bürgermeister D der Gemeinde A vergisst den Urlauber B zu laden, der sich, wie er weiß, zum Sitzungstermin auf Mallorca befindet. Wegen eines Zwischenfalles muss B vorzeitig den Urlaub abbrechen, so dass er zur Sitzung erscheint.

B kommt auf seine Nichtladung nicht zu sprechen und debattiert eifrig zu den einzelnen Tagesordnungspunkten. Gemeinderatsmitglied G hingegen spricht die Nichtladung des B an und ist der Auffassung, dass keine Abstimmung an diesem Tag erfolgen könne. Der individuelle Ladungsmangel des B wird allein durch dessen rügelose Einlassung geheilt. Die Drittrüge des G ist unbeachtlich. Die Grundsätze für den Geschäftsgang des Kollegialorgans Gemeinderat sind in der GO selbst niedergelegt. So verlangt Art. 45 Abs. 1 GO, dass sich der Gemeinderat eine Geschäftsordnung zu geben hat.

Der Gemeinderat wird durch den ersten Bürgermeister einberufen. Criteria for Programs Offered by ABA-Approved Law Schools in a Location Outside the United States Rechtsschutz gegen Bestimmungen der Geschäftsordnung erlangt man über die prinzipale Normenkontrolle, § 47 Abs. 1 Nr. 2 VwGO, Art. 5 AGVwGO. Die ordnungsgemäße Ladung ist regelmäßig in der Klausur nur einmal anzusprechen, da sie grundsätzlich – anders als Anwesenheitsmehrheit und Stimmberechtigtenmehrheit (die je nach Tagesordnungspunkt abweichen können) – die gesamte Sitzung betrifft. Bürgermeister B vergisst, den Beschluss über den Bebauungsplan Nr. 14 „Am Südhang“ auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung zu setzen.

Am Sitzungstag erscheinen alle Gemeinderatsmitglieder und verhandeln über den Bebauungsplan. Der Ladungsmangel gilt insoweit als geheilt. Sobald ein Ratsmitglied nicht erscheint oder trotz Erscheinens den Mangel rügt, ist mit Ausnahme besonderer Dringlichkeit, die regelmäßig nicht vorliegen dürfte, keine Beschlussfassung möglich. Bitte in der Klausur die Punkte „offene Abstimmung“ und „Öffentlichkeit“ sauber gedanklich getrennt halten. Die Verstöße hiergegen haben mittlerweile zwar identische Auswirkungen, sind aber getrennt voneinander in der Klausur anzusprechen! Verstöße gegen die Geschäftsordnung sind nur dann beachtlich, wenn die GO als formelles Gesetz auf die Geschäftsordnung Bezug nimmt, wie z.B. in Art. 47 Abs. 2, 45 Abs.

2 GO. Die Geschäftsordnung kann mit der Normenkontrolle nach § 47 Abs. 1 Nr. 2 VwGO angegriffen werden. Wenn der Gemeinderat einen Bauausschuss zur Behandlung baurechtlicher Angelegenheiten gebildet hat, ist es nicht ausgeschlossen, dass der Gemeinderat sich z.B. die Entscheidung für einen als besonders wichtig erachteten Bebauungsplan im Einzelfall wieder an sich zieht. Wenn der Gemeinderat nach Art. 32 Abs.

5 GO beschließende Ausschüsse jederzeit wieder auflösen kann, muss es ihm erst recht möglich sein, die hinter der Auflösung zurückbleibende Einzelfallentscheidung „zurückzuholen“. Eine Heilung kann keinesfalls unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges/Verschiedenes“ erfolgen, da dieser keine sachgerechte Vorbereitung auf die zu behandelnde Thematik ermöglicht.